Akzidentielle Medienhypes: Entstehung, Dynamik und mediale by Vivian Büttner

By Vivian Büttner

Am Beispiel des bislang größten in Deutschland generierten Internet-Phänomens, dem sogenannten „Blumenkübel-Hype“, untersucht Vivian Büttner, wie im digitalen Zeitalter Nachrichten auf die Seite Eins gelangen. Diese müssen nicht von hoher Relevanz sein - used to be inmitten von Zeitungskrise und Social-Media-Euphorie bemerkenswert erscheinen magazine. Wie additionally entsteht ein zufälliger Medienhype? was once macht ihn erfolgreich und wie verhält sich seine natürliche Dynamik? Bislang wurde der Begriff des Medienhypes oft mit dem des Medienskandals gleichgesetzt, der durch entfachte Empörung ausgelöst wird. Büttner erweitert diese Definition und vertritt die Ansicht, dass darüber hinaus auch andere, durchaus positiv konnotierte Emotionen einen Medienhype verursachen können. Die Untersuchung zeigt zudem, dass in Zeiten des net 2.0 eine neues Modell des schedule Settings erforderlich wird: das der Gleichberechtigung zwischen Medienanbieter und Medienkonsument.

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Er erinnert an George Orwell, düstere Fantasien einer entindividualisierten Welt der Massenabfertigung, verbunden mit der Konnotation der Gleichschaltung. Selbst, als es sie noch gar nicht gab, wurden die Massenmedien bereits als etwas Unheilvolles prognostiziert: So beschreibt im Jahr 1895 der Arzt und Soziologe Le Bon im Zuge der Industrialisierung, „dass das kommende Zeitalter das Zeitalter der Massen sein werde. ; Scholl, A. : 170 Bonfadelli, H. ; Zipfel, A. “66 Da die eigene Persönlichkeit in der Masse anonym würde, könnte sich jeder seiner gesellschaftlichen Verantwortung entziehen und sich innerhalb einer „Herde“ sozio-emotional zurückentwickeln.

0 bedeutet also auch, dass der Rezipient nicht nur ein Mitspracherecht bei der Priorisierung von medialen Inhalten hat, sondern dass dieser sich des Agenda-Settings der Massenmedien auch bewusst widersetzen und diesen mit seinem eigenen Agenda-Setting begegnen kann. Dies kann wiederum zu Berichterstattungen in anderen Medien und Online-Foren führen. 7 Agenda-Setting, was nun? Das Sommerloch In den Sommermonaten zwischen Juni und August verzerrt sich in der Regel das klassische Agenda-Setting und die Skala des Nachrichtenwertes verschiebt sich häufig nach unten.

Laut einer Studie der Universität Jena Sensationsthemen eher reizlosen Nachrichten vorgezogen, personalisiert dargestellt, emotionalisiert und mit entsprechend aussagefähigen Fotos angereichert. 98 Die Entscheidung über das Agenda-Setting hängt also vor allem von der Medieninstitution ab sowie von deren Chefredakteuren, die zu filtern haben, welche Nachricht dem Publikum in welcher Form angeboten wird. Im Zuge der digitalen Demokratie entsteht allerdings noch eine weitere Form des Agenda-Settings: Die von den Mediennutzern gemachte Priorisierung außerhalb der Massenmedien.

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