Als der Krieg kam, hatte ich mit Hitler nichts mehr zu tun: by Gabriele Rosenthal (auth.), Gabriele Rosenthal (eds.)

By Gabriele Rosenthal (auth.), Gabriele Rosenthal (eds.)

Show description

Read Online or Download Als der Krieg kam, hatte ich mit Hitler nichts mehr zu tun: Zur Gegenwärtigkeit des „Dritten Reiches“ in Biographien PDF

Similar german_10 books

Wettbewerberreputation für Aggressivität: Ein Schlüsselkonstrukt im Marketingwettbewerb

Während die traditionelle Marketingforschung die Konsumenten in den Vordergrund stellt, gilt seit neuem der Marketingwettbewerb als eine der wichtigsten Herausforderungen in Wissenschaft und Praxis; denn das Verhalten von Konkurrenten determiniert Markterfolg einer Firma grundlegend. Aufbauend auf verhaltenswissenschaftlichen Erkenntnissen untersucht Oliver W.

Keine Moderne ohne Patriarchat?: Das Geschlechterverhältnis als handlungsleitende Denkstruktur der Moderne. Ein politikwissenschaftliches Modell

Susanne Offenbartl ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin einer Bundestagsabgeordneten tätig.

Moderne Management-Konzepte: Die Paradigmenwechsel in der Unternehmensführung

Vor dem Hintergrund mikro- und makroökonomischer Veränderungen der Unternehmensumwelt stellt sich die Frage, inwieweit etablierte Anschauungen, Vorgehensweisen und Konzepte des administration gegenwärtigen Anforderungen gerecht werden. Thorsten Gerhard analysiert die Management-Konzepte Business-Reengineering, Lean administration und Lernende Unternehmen im Hinblick ihrer Zukunftsorientierung.

Additional info for Als der Krieg kam, hatte ich mit Hitler nichts mehr zu tun: Zur Gegenwärtigkeit des „Dritten Reiches“ in Biographien

Sample text

Und dann sin wir in som- weggelaufen und ich hab immer gekuckt ob ich mein Kind nich sah und es schien mir dahinten auch sowas zu liegen aber es ging nich- ich hatte das Elisabeth aufm Arm und muBte das= retten=das, ganz entsetzlich" (4/12) Zunachst konnte sich Frau Schild mit ihrem Mann und ihrer Tochter in ein anderes Mietshaus retten, das aber selbst bald den Bomben zum Opfer fiel. Die Evakuierung der Hamburger Bevolkerung in die Vororte begann, und die Familie wurde in einer "hiibschen kleinen Villa" untergebracht.

Erika Schild konnte ihm zuniichst nicht folgen, da sie Schwierigkeiten hatten, eine Wohnung zu finden. Erst im November 1941 zog sie - inzwischen im sechsten Monat schwanger - mit ihrer Tochter Elisabeth nach Hamburg. Erneut erhielt ihr Mann eine Einberufung, doch auch dies mal entging er der Rekrutierung: Durch ein Telegramm des Reichsverkehrsministeriums sei er wegen seiner Beschiiftigung in einem kriegswichtigen Betrieb unabkommlich gestellt und entlassen worden. Erika Schild erziihlt, daB ihr Mann gro6e Angst vor der Front gehabt habe: "mein Mann war iiberhaupt nich militiirisch oder soldatisch eingestellt alles andere als das nich, hatte furchtbare Angst und krichte auch vor lauter Widerstand so ein Magengeschwiir nich also spater muBte=er=behandelt=werden" (31/40) 36 1m Marz 1942 brachte Erika Schild ihren Sohn Martin zur Welt.

Juni 1942 von der SS als "VergeItung" flir das Attentat auf Heydrich zerstort. Die Manner wurden erschossen, die Frauen und Kinder in ein Konzentrationslager verschleppt. Lassen wir diese Verwechselung dahingestellt. Vermutlich vermischt Frau Schild ihr heutiges Wissen mit der damaligen propagandistischen Ausschlachtung von Ubergriffen der polnischen Bevolkerung auf Deutsche in Polen. Zu ihrer Entlastung flihrt sie jedenfalls an, von der Propaganda so "geflittert" worden zu sein, daB sie sich keine Gedanken mehr gemacht habe.

Download PDF sample

Rated 4.02 of 5 – based on 35 votes